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L wie legendär

Als sich nach dem zweiten Weltkrieg das Sportgeschehen normalisiert hatte und auch die Österreicher wieder zum Lauberhornrennen fahren durften, lag die Schweiz in der Abfahrtsbilanz weit vorne. 1951 sollte sich das mit Othmar Schneider ändern. Er wurde der zweite österreichische Abfahrtssieger am Lauberhorn (nach Richard Werle 1935), 1952 schon wieder und danach sollten die Österreicher das Lauberhornrennen fast nicht mehr aus der Hand geben. Bis 1960 gewannen die Österreicher jedes Jahr das Lauberhornrennen und sind bis heute deutlich in der Überzahl auf dem Siegerpodest geblieben.

Seit 1930 ist das Lauberhorn bei Wengen in der Schweiz, mit dem phantastischen Blick auf Eiger, Mönch und Jungfraujoch, Schauplatz des Lauberhornrennens. Die Abfahrtsstrecke ist interessant, aber sie ist mit 4,5 km auch die längste aller Weltcup-Abfahrten und sie hat äußerst fordernde Abschnitte. Die Rennläufer müssen nicht nur perfekte Technik und Kondition mitbringen, sondern tatsächlich auch viel Mut. Bis zu 160 km/h erreichen die Profis und sind damit aktuell nach Fahrzeiten von nicht mal 2,5 Minuten im Ziel. Das zweimal als Schnellster zu bewältigen ist schon mehr als viel. Neben den Medaillen sind es aber auch die Erinnerungen an die Schweizer Gastfreundschaft, das gute und für die Sportler der Nachkriegszeit überaus üppige Essen in der Pension Alpenrose, das Skispringen am Vorabend des Rennens, das gemeinsame Eishockeyspielen, die das Lauberhornrennen zu einem persönlichen Lieblingsrennen von Othmar Schnieder gemacht haben.

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