Othmar Schneider, Papi 63 b 62 b 61 b 60 b 59 b
On My Mind

Othmar Schneider, Papi

"Othmar Schneider was an incredible role model. He taught me the importance of passion, style, hard work and, of course, all things ski. His dream to make his international friends feel at home and special still lives on today. My vision is to create a very different ski and lifestyle hotel shaped for my generation and those to follow."

ein Auszug aus seinen Ski und Olympia Erinnerungen ...

In der Schule hatten wir einen ganz skibegeisterten Lehrer, den Lehrer Hilbrand aus Braz. Der hat dafür gesorgt, dass wir Schulkinder Skier bekommen haben. Dies war nicht selbstverständlich, denn die meisten Familien konnten sich das damals nicht leisten. Er ist mit uns Slalom gefahren und auch auf die Sprungschanze gegangen. Das wir Kinder Sport betrieben, war ihm sehr wichtig und deshalb hat er uns auch entsprechend gefördert.

Die Trude und ich sind von der Olympiade in Oslo 1952 mit dem Zug nach Salzburg zurückgefahren. Das kann man sich heutzutage nicht mehr vorstellen, aber für die damaligen Verhältnisse war das normal. In Salzburg haben wir übernachtet und sind am nächsten Tag mit dem Zug weiter nach Langen am Arlberg gefahren. Der Skiclub Arlberg und die Gemeinde Lech wollten genau wissen, wann wir ankommen. Leider hatte man verabsäumt, ihnen das mitzuteilen. Deshalb hatten sie die Idee, bei der österreichischen Bahn anzufragen. Die Mitarbeiter der Bahn sollten schauen, ob die zwei Olympiasieger im Zug sitzen würden. Das haben sie natürlich gemacht und auch herausgefunden, dass wir um 00.30 Uhr in Langen ankommen. Als wir dann nach Mitternacht in Langen angekommen sind, war kein Mensch auf dem Bahnhof. Das war natürlich auffällig, doch kaum waren wir aus dem Zug ausgestiegen, waren auf einmal alle da: der Bürgermeister Gebhard Jochum, der Ernst Skardarasy, der Erich Moosbrugger - einfach alle. Nachdem wir erst so spät in der Nacht angekommen waren, konnte man in Lech keinen Empfang mehr organisieren und außerdem war ihnen bekannt, dass wir bereits am nächsten Morgen um 6.30 Uhr zum Empfang beim Landeshauptmann Ilg aufbrechen mussten. In Bregenz erwarteten uns Tausende von Menschen. Von dort sind wir nach Dornbirn weitergefahren und auch dort war ein Empfang mit Schulkindern und begeisterten Skifahrern angesetzt. Der nächste Empfang fand in Götzis statt und so ging es weiter nach Feldkirch und Bludenz. Richtig müde sind wir dann in Zürs angekommen, wo ebenfalls zahlreiche Lecher und Zürser auf uns gewartet haben. In Lech gab es in der Krone einen Empfang.

Für meinen Olympiasieg habe ich von der Gemeinde Lech eine Kamera - eine Zeiss Ikon - bekommen, eine tolle Kamera mit zwei Objektiven. Für mich war das ein super Geschenk, denn ich habe gerne fotografiert. Damals hätte ich mir eine derartige Kamera gar nicht leisten können.